Einzigartigkeit, Problemlösung und hoher ästhetischer Anspruch. Ich glaube so kann ich meine Motivation für mein Schmuckdesign zusammenfassen. In meiner Wohnung in Wien, die mittlerweile mehr einem Atelier mit Ess- und Schlafgelegenheit ähnelt, fertige ich Schmuckstücke aus Silber und anderen Materialien an. Mittlerweile unterstützt mich dabei ein 3D-Drucker und natürlich ein CAD-Programm, aber außergewöhnlich bleiben weiterhin sowohl die Wünsche meiner Kund*innen als auch meine eigenen Entwürfe.

Das Ganze ist eigentlich einer gebrochenen Gürtelschnalle zu verdanken. Zu Beginn des neuen Millenniums ereignete sich für mich eine mittlere Katastrophe – wenn ich hier etwas künstlerische Übertreibung anwenden darf: Meine absolute Lieblings-Gürtelschnalle brach und ich konnte keinen Ersatz finden. Lieber lief ich mit rutschender Hose durch die Gegend, als mich und mein Beinkleid mit einer konventionellen Gürtelschnalle zu verschandeln.

Deshalb grub ich alte Fähigkeiten und Ideen aus, die ich rund 10 Jahre zuvor hobbymäßig eingesetzt hatte: Damals entwarf ich Schmuckstücke auf dem Papier, die dann von einem Goldschmiedemeister zum Leben erweckt wurden. Aus Geldgründen, damals war ich gerade 30 und hatte bereits mehrere Jobwechsel hinter mir, hatte ich dieses Hobby auf Eis gelegt. Aber ganz vergessen hatte ich meine Kreativität und meine angelernten Fähigkeiten nie.

Also ging ich daran mir eine Gürtelschnalle selbst herzustellen – natürlich aus 925er Silber. Und ich trage sie heute noch.

Meine wiederentdeckten Fähigkeiten blieben nicht unbemerkt. Zunächst kam mein Neffe, der bei mir Trauringe mit Vorsteckring bestellte. Mehr und mehr Freunde und Bekannte bekamen daraufhin Geburtstagsgeschenke und einzigartige Schmuckstücke zu anderen Anlässen. Bis heute habe ich die größte Freude an der Fertigung von Einzelstücken und gehe auch gerne auf Kund*innenwünsche ein.

Aber Schmuck soll nicht nur schön, individuell und langlebig sein sondern auch passen. Sehr oft sah ich das „Dicke-Fingerknöchel-Schwerer-Ring“-Problem. Der Ring sitzt nicht gut und kippt zur Seite. Weil ich Probleme, wenn ich kann, gerne löse, überlegte ich mir, wie man bei einem geschlossenen Ring trotzdem die Größe verstellen kann. Daraus resultierte ein Patent. Die ersten beiden Prototypen wurden noch per Hand gefertigt. Um die Bauteile noch feiner und genauer zu erzeugen, werden diese mittlerweile ausschließlich mit CAD entworfen.

Zu meinen Schmuckstücken gibt es auf Wunsch Echtheitszertifikate, die von einem unabhängigen Unternehmen erstellt werden.